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Uhrendieben gelingt Millionencoup - Watchmaster insolvent

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Edel-Gebrauchtuhren-Händler Watchmaster durch Einbruch in Insolvenz getrieben.
Am 19. November um 20 Uhr wurde in den Tresorraum einer ehemaligen Privatbank in der Fasanenstraße, Berlin, eingebrochen, wo unter anderem das Unternehmen Watchmaster seine und die Uhren seiner Kunden in Schließfächern zu verwahren pflegt. Etwa tausend gebrauchte Luxusuhren sind auf diese Weise von den unbekannten Einbrechern aus den Schließfächern geraubt worden. Weniger erfolgreich scheinen sie bei dem Versuch, zur Beseitigung von Spuren ein Feuer zu legen, gewesen zu sein. Überwachungskameras zeichneten Bilder der Täter auf, welche die Polizei jetzt für die Fahndung verwendet. Die Tatsache, dass die mutmaßlichen Einbrecher am Tag zuvor öffentlich am Zielobjekt aufgetreten waren und sich als neue Security-Mitarbeiter ausgaben, um an Sicherheitscodes zu gelangen, was ihnen auch gelang, deutet auf ein planmäßiges Vorgehen hin.

Schluss nach nur sieben Jahren

Der Schlag ist für das Unternehmen Watchmaster trotz Abdeckung durch eine Versicherung scheinbar so erheblich, dass sich die Unternehmensleitung entschloss, umgehend in die Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit und Geschäftsauflösung) zu gehen. Der juristische Schritt dazu wurde nur zehn Tage nach dem Einbruch am 29. November beim Amtsgericht Berlin eingeleitet. Watchmaster wurde 2015 gegründet, zunächst als Händler neuer Uhren, dann zwei Jahre später als Weiterverkäufer gebrauchter Edeluhren im Auftrag seiner Kunden. Für diese mietete die Firma in den nun geplünderten Tresorräumen Schließfächer für die Verwahrung. Neben dem Haupthaus unterhält Watchmaster Filialen in Paris und London mit insgesamt 75 Mitarbeitern. Der Wert der gestohlenen Uhren wurde mit rund 10 Millionen Euro angegeben, was bei 1000 Stück immerhin einen durchschnittlichen Wert von tausend Euro pro Uhr ergäbe. Zu den Verlusten anderer Mieter von Schließfächern, falls vorhanden, wurden keine Angaben gemacht, es ist aber anzunehmen, dass nicht nur Schließfächer von Watchmaster geleert wurden. Die frühere Bank soll etwa 1200 Schließfächer im Gebäude haben.

Versicherung deckt Schaden nicht vollständig ab

Watchmaster ICP GmbH betrachtete sich nach eigenen Angaben als den größten Händler von Luxusuhren, die mit Echtheitszertifikaten gehandelt werden. Ein Teil der geraubten Uhren befand sich im Eigentum von Watchmaster selbst, während der größte Teil jedoch in Kommission für Auftraggeber verwahrt wurde und für den Verkauf durch Watchmaster vorgesehen war. Wie verlautet, ist der reine Wert dieser Uhren durch die Versicherung abgedeckt, nicht aber, was Watchmaster über den Einkaufspreis hinaus in sie investiert habe, nämlich für die Aufbereitung, die Zertifizierung und seine Verkaufsbemühungen. Scheinbar sind diese nicht durch die Versicherung gedeckten Verluste so beträchtlich, dass nur der Gang in die Insolvenz blieb. In einer veröffentlichen Erklärung hieß es, unter diesen Umständen wäre es dem Unternehmen "nicht mehr möglich, eine positive Fortführungsprognose abgeben zu können".

Farbe gegen die Kameras eingesetzt

Auf den Bildern der Überwachungskameras war zu sehen, dass die Täter auch bei der Tat in Uniformen einer Sicherheitsfirma, verborgen unter FPP2 Mundschutzmasken, unterwegs waren, ehe sie die Kameras durch Farbsprays funktionsuntüchtig machten. Ob und wie die mit Örtlichkeit und Sicherheitstechnik vertrauten Einbrecher eine fachkundige Auswahl unter den Uhren trafen, ist nicht bekannt, jedoch wurde nur die Hälfte aller 2000 von Watchmaster eingelagerten Luxusuhren gestohlen, die andere Hälfte also zurückgelassen. Eine Belohnung von 5000 Euro wurde von der Berliner Polizei für sachdienliche Hinweise ausgelobt.